So arbeitet eine Suchmaschine

Suchmaschinen sind Internetalltag. Ohne Google, Bing und Yahoo würde kaum etwas funktionieren. Vielleicht bekommt man gerade noch die URL vom Lieblingsinternetshop zusammen und schafft es, sich in seinen Mail-Account einzuloggen. Für die richtig wichtigen Dinge, wie Produktrecherche, Referatsvorbereitungen oder Urlaubsplanung ist man jedoch mittlerweile auf Suchmaschinen angewiesen – wenn man nicht Stundenlang durch die Stadt hetzen oder ganze Tage in der Bibliothek verbringen möchte, auf der Jagd nach Informationen. Auch in vielen Berufen, etwa Lehrer oder Programmierer, geht es nicht ohne Online-Suche. Niemand ist allwissend, die Abhilfe aber oft nur wenige Mausklicks entfernt, ganz egal ob Geschichtsfakten oder Code-Ausdrücke.

Das wichtigste Programm im Netz

Wenn man bedenkt, wie alt das Internet bzw. seine Vorläufer ist, dann sind Suchmaschinen eine relativ frische Erfindung. Die erste von ihnen, Archie, ging 1990 in Kanada ans Netz. Da das Programm nur Dateien und Ordner, jedoch keine Texte, durchsuchen konnte, hatte es keine allzu große Zukunft. Ab 1995 kamen dann kompetentere, kommerziell erfolgreiche Suchprogramme wie AltaVista auf den Markt. Und 1998 war es endlich Zeit für die Suchmaschine Nummer 1: Google. Mittlerweile ist Google mit Abstand Marktführer und ein internationaler Konzern. Bei den heutigen Suchmaschinen handelt es sich zumeist um indexbasierte Programme. Crawler lesen die entsprechenden Dokumente im Netz und legen darauf basierend eine indexierte Datenstruktur an. Suchanfragen, die die User stellen, können so schnell bearbeitet werden. Da bei diesem Verfahren große Datenmengen anfallen, ist der Anbieter der Suchmaschine auf große Rechnerkapazitäten angewiesen. Neben indexbasierten Suchmaschinen gibt es allerdings auch noch Metasuchmaschinen, die Suchanfragen an verschiedene indexbasierte Maschinen weiterleiten und die Resultate dann miteinander abgleichen. Zwischen indexbasierten Suchmaschinen und Metasuchmaschinen gibt es allerdings auch noch etliche Mischformen, etwa solche, die selbst über einen Index verfügen, diesen dann aber wiederum mit Daten anderer Suchmaschinen abgleichen.

Funktion im Alltag

Suchmaschinen helfen dabei, unser Surfverhalten zu organisieren und Informationen zu filtern. Relevantes Wissen lässt sich schneller finden. Auf dem ersten Blick scheint es so, als wäre mehr Transparenz möglich, denn jeder kann mit etwas Geschick quasi jede Information abrufen. Gleichzeitig kann aber auch genau das der Nachteil sein. Minderwertige oder falsche Daten bleiben dauerhaft verfügbar. Resultat ist dann eine Fehlinformation, die schlimmstenfalls wirtschaftliche oder soziale Folgen hat. Wer zweifelhafte Auskünfte über sich oder sein Unternehmen im Netz findet, sollte alles daran setzen, diese zu beseitigen. Firmen wie OMB (http://onlinereputationsmanagement.org/) haben sich spezialisiert, Betroffenen zu helfen, wenn Löschanträge nicht ausreichen. Denn Suchmaschinen sind zwar äußerst komplex programmiert, haben dennoch bisher keinen Code, der ihnen hilft, richtig von falsch zu unterscheiden.